Übungsberichte 2008

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Übung Nr. 1 14.03.2008

Brandausbildung in Büren a.A.

Freitag, der 14. März. Um 13 Uhr geht es los. In langer Kolonne fahren wir gen Büren a.A. Die rund einstündige Fahrt bei 90 Km/h (schneller kann das Pio nicht) wird genutzt für eine ruhige Mittagspause, das Öffnen des umsichtig gefüllten Lunchpakets oder auch für anregende Gespräche. In Büren beim Ausbildungszentrum für Sicherheit (www.brandausbildung.ch) heisst es kurz warten, denn die Feuerwehr vor uns ist mit ihrem Training noch nicht ganz fertig. Wir sehen ein grosses, lang gestrecktes Gebäude mit einem Flachdach und vielen Öffnungen, die mit Luken verschlossen sind. Am Ende des Hauses geht es in einen Turm über, der ebenso mit Luken an verschiedensten Stellen versehen ist. Jetzt folgt die Begrüssung durch ... und sein Team. Wir werden in 8 Trupps zu je 5 Mann eingeteilt und was nun folgt ist ein munteres Einsatzspiel nach festgelegter Choreografie. ... Posten gilt es zu absolvieren. Für jeden Posten hat jeder Trupp 20 Minuten Einsatzzeit plus 10 Minuten Besprechungszeit. Irgendwann gegen 18 Uhr gibt es ein zünftiges z’Nacht, danach geht es bis 20 Uhr weiter. Ab 20 Uhr räumen wir gemeinsam auf und ein. Die einen kümmern sich um die Schläuche, die anderen säubern die Atemschutzgeräte, manche nutzen die Gelegenheit zum Duschen und wieder andere essen oder – viel wichtiger – trinken noch mal was. Danach alles wieder rein in die Fahrzeuge, aufsitzen und zurück nach Arlesheim. Eine kleine Gruppe macht einen Abstecher via Münchenstein, um dort entliehene Atemschutzgeräte zurückzubringen (ein grosses Dankeschön an dieser Stelle an unsere KameradInnen in Münchenstein für diesen Support). Müde aber meist zufrieden trifft man sich in Arlesheim wieder, retabliert, was zu retablieren ist, dann gibt es noch für die, die wollen, einen geselligen Ausklang. Ein schöner, erlebnisreicher Nachmittag, für den wir uns auch bei der Gemeinde Arlesheim gern bedanken möchten.

Und was haben die da jetzt eigentlich gemacht? ... werdet Ihr fragen. Na, ist doch klar, wir haben in vielfältigster Weise mit dem Feuer gekämpft. Viele Einsätze waren ein bisschen wie Geisterbahn für Grosse. Der Trupp kam an einen Einsatzort an oder vor einer Luke; dort wurde ihm sein Auftrag mitgeteilt. Beispielsweise hiess es: «Absuchen, Feuer löschen und vermisste Person retten.» So oder ähnlich ging es an den meisten Stellen ins Feuer, das irgendwo drinnen in diesem Gebäude unweigerlich auf uns wartete. Also rein in die Dunkelheit. Wir ‹Neuen›, die nun seit einem Jahr dabei sind, merkten schnell, das es gar nicht so einfach ist, in ziemlicher Dunkelheit einer bestimmten Strategie zu folgen und dabei permanent flexibel zu bleiben. Auch war die Kommunikation von Helm zu Helm doch recht beschwerlich, was zu Missverständnissen führte. Das musste (und muss weiterhin) geübt werden. In dieser Hinsicht hat dieser Nachmittag wirklich etwas gebracht, denn nachdem wir auf der Brandplatte ein Auto gelöscht hatten, im Turm in aufsteigendes Feuer hinab gestiegen waren (verdammt heiss!), einen ausrangierten und voll gequalmten Bahnwaggon inspiziert und in einem wohnungsähnlichen Labyrinth verschiedenste Feuer aufgespürt und gelöscht hatten – da lief es immer besser in unserer kleinen Gruppe (und ich kann mir vorstellen in den anderen Gruppen auch). Am Ende des Nachmittags waren wir ein kleines eingespieltes Team, das zwar vielleicht noch nicht alles richtig machte (wie auch), aber wir waren definitiv auf der richtigen Spur. Wenn wir so weiter machen, dann braucht sich kein Arlesheimer je Sorgen zu machen, denn er kann sicher sein: Die Männer und die Frau von der Feuerwehr Arlesheim, die können was. Und daran hat dann auch die Brandausbildung in Büren ihren wichtigen Anteil.