Übungsberichte 2009

[ 2017  |  2016  |  2015  |  2014  |  2013  |  2012  |  2011  |  2010  |  2009  |  2008  |  2007  |  2006  |  2005  |  2004  |  2003  |  2002 ]

Übung Nr. 3 06.08.2009

Schiff Ahoi! Unsere Hauptübung 2009

90 Boote! Diese Zahl stand zum Schluss auf den Wertungslisten! Wir waren überwältigt und froh, dass alles letztendlich doch so gut geklappt hatte. Denn danach hatte es zwischenzeitlich nicht unbedingt ausgesehen. Aber von vorn.
Die Wetterprognose für den 29. August war nicht gerade eindeutig gewesen und so blickten wir alle mit etwas Sorge am Samstagmorgen in den Himmel, an dem sich aber nur eine nicht sonderlich dicke bzw. dichte Wolkenschicht zeigte. Das stimmte zuversichtlich, denn uns lag natürlich viel an unserem ehrgeizigen und gut publik gemachten Unternehmen: Die künstliche oberirdische Verlängerung des Dorfbaches, auf dem wettbewerbsmäßig Papierschiffli fahren konnten. Der Sinn dahinter: Wir wollten der Bevölkerung den Einsatz verschiedener Materialien, die zur Wasserwehr benötigt werden demonstrieren z.B. Sandsäcke, Schalttafeln, Pumpen aber auch neueres Material wie einen Doppelkammerschlauch und eine Wassersperre.
Doch beim Aufbau passierte es dann: Der mit Wasser gefüllte Doppelkammerschlauch hielt der Belastung und dem abschüssigen Boden nicht stand und platzte. Manche sahen da schon alles ins Wasser fallen. Doch wir verlegten das Zielgebiet des Baches einfach etwas nach oben, machten den Bach also etwas kürzer und siehe da, es ging. Auch die Besucher des Lädelis vom Andlauerhof, auf dem an diesem Tag noch eine Hochzeit gefeiert wurde, konnten so deutlich besser ihr Ziel erreichen.
Um 10 Uhr öffnete der Bastelstand, wo die, die noch keine hatten, Schiffli basteln konnten. Spätestens ab diesem Moment verging die Zeit wie im Flug, denn plötzlich herrschte reger Andrang, sowohl am Bastelstand als auch am Registrierungspunkt, wo die Schiffli eine Erstbewertung erfuhren und eine Startzahl erhielten. Da zeigte die Uhr schon auf kurz vor 11.
Nachdem in einem Schlussspurt noch letzte kleine Lecks am Bach geschlossen bzw. abgedichtet wurden und die ersten Testfahrten befriedigende Ergebnisse zeigten, begann um 11 Uhr der Wettbewerb. Schon nach kurzer Zeit wurde uns klar, dass wir zeitgleich drei Schiffli ins Wasser lassen mussten, sonst wären wir in der anberaumten Zeit nie fertig geworden.
Los ging die Fahrt etwas unterhalb von der kleinen Brücke über die Schlossgasse. Unterwegs gab es zwei Streckenposten, die überwachten, ob die Schiffli zum Weiterfahren Hilfe benötigten. Brauchten sie Hilfe, gab es Punktabzug. Im Ziel schließlich wurde die Zeit gestoppt sowie festgestellt, ob die Schiffli aufrecht, seitlich oder gar unter Wasser ankamen. All das floss letztlich (zusammen mit der Erstbewertung für Kreativität) in die Gesamtnote ein.
Ob nun gewonnen oder nicht – der Spaß war den Kindern (aber auch den Erwachsenen), die gespannt und aufgeregt neben ihren Schiffli herliefen, anzusehen und auch zu hören. Zusammen mit dem strahlenden Sonnenschein war es ein richtiges Fest.
Um 13 Uhr dann gab es die Ehrungen und Beförderungen der Feuerwehr. Befördert wurde per 1. Januar 2010 Roland Iten zum Oberleutnant und zum zweiten Stellvertreter des Kommandanten. In ein paar Jahren, der Zeitpunkt ist noch nicht definiert, wird er vollends das Kommando der Feuerwehr Arlesheim übernehmen. An dieser Stelle möchten wir Roland Iten noch einmal herzlich gratulieren! Und natürlich auch den glücklichen Gewinnern des Schiffli-Races auf dem Dorfbach, denen wir viel Vergnügen mit ihren Gewinnen wünschen.

 
Übung Nr. 2 06.06.2009

Wasser marsch!

6. Mai 2009, 7.02 Uhr. Der Pager piepst und meldet: „Burg Reichenstein, Brand“. Für 7.30 Uhr ist eine Übung, Thema Wassertransport, zusammen mit der Stützpunktfeuerwehr Reinach angesetzt. Gehört dieser Alarm dazu? Schnell auf ins Feuerwehrmagazin, sehen, was los ist. Dort eingetroffen rückt schon das TLF aus und alles ist in hektischer Betriebsamkeit. Bald wird klar, dass der Alarm Teil der Übung ist. Unserem Einsatz tut das keinen Abbruch. Die Burg – ein schwieriges Objekt, so hoch oben und draußen auf den Felsen. Doch erst kürzlich hat die FW Arlesheim vor Ort eine Übung mit der Anhängeleiter durchgeführt. Das zahlt sich jetzt aus. Kaum sind wir oben, hat das letzte Fahrzeug die Schlossgasse passiert, beginnen die Reinacher, mit ihrem speziellen Material vom Fuß der Schlossgasse via den Gspäniweg bis hoch zur Burg eine Wassertransportleitung zu legen. Dabei werden sie von der FW Münchenstein unterstützt, die ihr TLF zur Verfügung stellt. Oben an der Burg konnten die Reinacher dann mit ihrem Hubretter die neue Zufahrt testen (Catering Aufzug) und zwei Personen retten. Auch die Feuerwehr Arlesheim hat natürlich „gerettet“ und „gelöscht“. Das war schließlich wesentlicher Teil der Übung. Dabei wurden alle „vermissten Personen“ evakuiert und alle Brandherde erfolgreich bekämpft – und das innerhalb guter Zeiten. Fazit: Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Reinach und Münchenstein verlief reibungslos. Auf diese nachbarschaftliche Hilfe können wir uns absolut verlassen.

Axel Mannigel

 
Übung Nr. 1 18.04.2009

Ein heisser Tag für die Feuerwehr Arlesheim

Am 18. April wurde es für die Feuerwehr Arlesheim richtig heiss. Denn an diesem Tag stand wieder praktische Brandausbildung auf dem Programm, die dieses Mal auf der Atemschutz-Ausbildungsanlage des Schweizer Militärs in Wangen a.A. absolviert wurde. Um 6 Uhr früh ging es in Arlesheim los und kurz nach 7 Uhr befanden sich die ersten Trupps bereits im Feuer. Die Szenerie war echt und machte einen teils beklemmenden Eindruck: ein paar Strassen mit Ruinen, eingestürzte und vom Rauch geschwärzte Gebäude, durch deren Tür- und Fensteröffnungen loderndes Feuer zu sehen war. Die Fahrzeuge der Feuerwehr weggedacht, den Blickwinkel etwas verkleinert und schon konnte man sich mit etwas Phantasie in einem Krisengebiet wähnen.
9 Trupps mit bis zu 4 Mann konnten in dieser Atmosphäre an 9 Posten ziemlich real üben: sich dem Feuer nähern, die enorme Hitze spüren und aushalten sowie die Löschtechnik trainieren. Engagiert gingen die jungen Männer zur Sache und auch der einzigen Frau im Bund gefiel die Action: «Ein super Tag», resümierte Alexandra Nanni frisch geduscht beim Abtreten. Nur zwei Mal schlug die Hitze des Feuers zu und hinterliess bei zwei Rekruten ihre Spuren. Aber dank sofortiger Verarztung nahmen es die beiden gelassen und waren guter Dinge beim Retablieren des Materials voll dabei. Ein besonderer Dank geht an die 8 freiwilligen Helfer und an die Feuerwehren Reinach und Münchenstein, welche uns mit Atemschutzgeräten und einem Fahrzeug (Reinach) ausgeholfen haben.

Axel Mannigel