Übungsberichte 2011

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Übung Nr. 5 27.08.2011

Go west ... Unsere Hauptübung 2011

Yeeeeha! Der Ruf des Wilden Westens schallt aus vielen Kehlen über den Pausenplatz des Domschulhauses. Nein, Kinder sind es an diesem Samstagnachmittag nicht, auch nicht die Kollegen von der Feuerwehr, sondern, halt, Moment, doch ... unter den Cowboyhüten und Indianerfedern sieht man doch das ein oder andere Gesicht, das man den löschenden Brüdern zuordnen würde.

Und dann das: Vor den drei Einfahrten ins Feuerwehrmagazin steht in der Mitte der stilechte Eingang eines Wildwestsaloons mit Doppelschwingtüren, Pferdetränke und einem – wie sollte es anders sein? – schön gemalten Schild ‹Saloon Topas Village›. Werfen wir bevor es mit der eigentlichen Action losgeht noch schnell einen Blick in dieses plötzlich nach Arlesheim gebeamte uramerikanische Gebäude. Die Wände sind mit kunstvoll bemalten Transparenten abgedeckt, die Szenen des Wildwestalltags zeigen – Cowboys, Indianer, Sherrifs und Hooker inbegriffen. Zwischen den Tischen stehen mannshohe Kakteen, aber wenn man dran stösst, bleibt man nicht hängen, sondern die Dinger fallen um ... Glück gehabt.

Aus dem Dämmerlicht der Schenke geht es wieder hinaus, gerade noch rechtzeitig, um vier Indianer zu sehen, die unter Jubel und Gegröle ein Spalier von Cowboys durchlaufen müssen. Aber, das sind doch, nein, das kann nicht sein! Sollen das wirklich die vier höchsten Feuerwehrmänner Arlesheims sein? Tatsächlich, da grinst Stephan Pfetzer, äugt Marc Tüscher, winkt Roland Iten und zwinkert Stefan Brendebach – unser altes und ab 2012 neues Kommando! Ja, was machen die denn hier? Dass Cowboys mal feiern müssen, das ist klar, aber vier arme Rothäute mittendrin, das ist schon was Besonderes. Aber da geht es auch schon los und schnell wird klar, dass es hier um einen Wettkampf geht. Alles dreht sich an diesem Nachmittag um die Frage: Wer ist besser? Das alte oder das neue Kommando?

Immer wieder von Feuerwasser (?) in ihrem Tipi gestärkt bestehen die vier (vermutlichen) Apachen Prüfung um Prüfung: Nägel einschlagen, Hufeisen werfen, Baumstämme sägen, auf Ziel schießen und dann – Pause! Apero! Verschnaufen! Aber auch: Herumstehen! Warten! Wann geht es endlich weiter? Ah, jetzt! Der zweite Teil ist eindeutig lustiger. Ob das Lassowerfen auf zu klein geratenen Pferden, Goldwaschen unter vollem Einsatz und unter ‹Verlust› der Überhose, Fische fangen im Wildbach oder Pferdewettrennen – die Vier zeigen, was sie drauf haben und versetzen Gaffer und andere zuschauende Tagelöhner in tränenreiches Lachen aber auch Erstaunen. Wer hätte gedacht, dass es in Arlesheim mal ein solches Schauspiel geben würde? Und schon ist es bereits vorbei. Die Indianer verziehen sich in ihren völlig durchnässten Gewändern und erscheinen nur Minuten später in tadellos sitzenden Ausgehuniformen. Das war’s also.

Der offizielle Teil mit Beförderungen, Ehrungen und Fast-schon-Abschieden setzt dem Spektakel dann noch einen nachdenklich-sentimentalen Hut auf, der im Lauf des Abends sicher noch ein paar Mal ab und wieder auf gesetzt wird. Schließlich gehen Ären zu Ende, während andere beginnen ... Alle Cowboys und Cowgirls der Feuerwehr sagen den einen beiden Befederten ganz herzlich ‹Danke!› und ‹Wir werden Euch vermissen!› und den anderen beiden ‹Glück auf!› und ‹Wir sind gespannt, wie Ihr es machen werdet!› Pfusi, Marc, Roland und Stefan – Ihr habt Euch wirklich toll geschlagen! Yeeeeha!

Axel Mannigel

 
Übung Nr. 4 15.08.2011

Weiter, nur weiter ... Atemschutzübung ‹Surprise›

Ich weiss nicht, wie viele Stufen es waren, denn ich habe sie nicht gezählt. Nur, dass es 137,4 Meter waren, als wir oben ankamen. Ja, es war eine harte Tour, aber sie hat sich gelohnt. Nicht nur, dass wir hinterher wussten, was wir geleistet hatten; auch der atemberaubende Ausblick über Basel, die Nordwestschweiz, das angrenzende Deutschland und das ferne Frankreich war die Sache wert. Wo wir waren? Ganz oben natürlich! Kein freistehendes Gebäude in der Schweiz ist höher als der Fernsehturm St. Chrischona auf einer kleinen Insel eidgenössischen Bodens bei Riehen.

Bis zuletzt wurde geheim gehalten, um welche Location es an diesem Abend gehen würde. Als das Geheimnis dann gelüftet wurde, schwankten wir zwischen Begeisterung und Entsetzen. Was, DA hoch? Nein, bitte nicht, oder doch, aber ... Am Turm angekommen reckten wir die Hälse und sahen diese imposante Betonsäule hoch, die im Abendhimmel verschwand. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und jede Gruppe startete im Abstand von 5 Minuten. Um es vorweg zu nehmen: Keine Gruppe hat eine andere eingeholt, auch wenn einige im Verlauf der Aktion doch sehr zu kämpfen hatten ...

Die Atemschutzgeräte wurden aufgesetzt, die Montur dicht gemacht, Handschuhe angezogen und als das Zeichen kam, ging es los. Einen Schritt vor den anderen, immer im Kreis, höher und höher. Langsam zogen die Stockwerke vorbei, einen ersten Halt gab es bei Nr. 18. Dort, im 30. Stock und im 46. gab es Posten, an denen wir einerseits etwas verschnaufen konnten, andererseits Geschicklichkeits- und Denkaufgaben erledigen mussten. Während die einen dort neue Kraft schöpften, waren andere nach der Pause kaum noch zum Weitersteigen zu bewegen.

Aber für die allermeisten ging es weiter und irgendwann waren wir oben angekommen. Endlich durften wir die Sachen ausziehen, eine letzte Aufgabe lösen und dann mit dem Lift die 46 Stockwerke hinunter sausen. Nach einer kurzen Pause ging es (wieder mit dem Lift) erneut hinauf, diesmal gar in den 47. Stock. Dort klang die Übung mit einer Stärkung und dem Blick auf einen grandiosen Sonnenuntergang mit Gewitterstimmung aus.

Fazit: Toll war’s! Und die Begeisterung über den Turm und seine Aussichtsplattform war teilweise so gross, dass, so habe ich gehört, sie schon von einem Kameraden für seine Geburtstagsfeier angemietet wurde ...

Axel Mannigel

 
Übung Nr. 3 20.05.2011

Einsatzübung, Finkelerweg

Bei einer Abbruchliegenschaft am Finkelerweg konnten wir eine zusätzliche Einsatzübung durchführen.
Einsatz relevante Abläufe und Materialkenntnisse konnten so gefestigt werden.

 
Übung Nr. 2 14.05.2011

Bilfinger-Siegfried, 14.05.2011

Am 14. Mai 2011 war es mal wieder so weit: Die FW Arlesheim fuhr für eine Übung mit Flüssigkeits- und Containerbränden nach Zofingen in die Chemiewehrschule der Firma Siegfried und es sollte wieder ein heißer Tag werden. Hier berichten die beiden Rekruten Christian Epple und Simon Grossen, seit Januar 2011 in der FW Arlesheim, von ihren Erlebnissen und Eindrücken. Herzlichen Dank!
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"Siegfried, was soll das denn sein?" Anfangs hatte ich keine Ahnung, was ich mir unter diesem Namen vorstellen sollte. Es fiel allerdings auf, dass die Startzeit der Übung ungewohnt früh am Samstagmorgen war [6 Uhr], also musste schon etwas Größeres dahinterstecken. Nach einem kurzen Antreten vor dem Feuerwehrmagazin in Arlesheim hieß es auch schon aufsitzen und los ging die Fahrt mit dem ganzen Fahrzeugpark nach Zofingen in die Chemiewehrschule.

Die Reise ins kleine Städtchen dauerte etwa eine Stunde, was insofern schon mal super war, dass man so noch ein kleines Nickerchen machen konnte. In Zofingen angekommen, gab es für die meisten einen warmen Kaffee (oder auch nicht, wenn man Pech hatte), was aber keine große Rolle spielte, da es bald heiß zur Sache gehen sollte.

Nach der Aufteilung in zwei Gruppen durfte sich meine Gruppe zuerst etwas Theorie anhören, bevor es dann darum ging, eine Druckleitung aufzubauen und eine Wanne mit brennendem Heptan gekonnt herunterzukühlen, ohne dabei zu viel Wasser in die leichte Flüssigkeit zu spritzen. Nicht, dass diese noch wegschwimmt und sich das Ganze dann noch mehr ausbreitet. Mit dem Strahlrohr so eingestellt, dass das ausströmende Wasser einen Feuerschild bildete, konnte ich ganz nah an die Flamme heran, welche auch gleich vom Luftstrom angezogen wurde, was im ersten Augenblick trotz des Wissens, dass dies passieren würde, instinktiv etwas erschreckend war, sofort darauf aber auch viel Spaß machte. Nach der brennenden Wanne machten wir uns bald an den Aufbau und Einsatz eines dreifachen Löschangriffs, wobei wir eine große Fläche mit Schaum einschneiten, was sehr toll aussah und ich so noch nie gesehen hatte. Ich konnte dabei mit dem Pulverlöscher absichern, was in diesem Szenario zwar nur eine symbolische Aufgabe darstellte, da ja keine plötzlichen Flammenausbrüche zu erwarten waren, doch war ich damit trotzdem miteinbezogen und mittendrin statt nur dabei.

So hatten wir also schon bald verschiedene Techniken erklärt bekommen und geübt, und ein Blick auf die Uhr verriet, was uns der Bauch schon gesagt hatte: Es war Zeit für eine Pause und das Znüni. Bald saßen wir alle an den langen Tischen und verköstigten uns mit Sandwichs, tranken Kaffee, Cola und Rivella. Bald waren wir wieder gestärkt für den zweiten Teil der Übung.

Jetzt war der richtige Moment gekommen, den Atemschutz anzuziehen und sich in das heiße Übungshaus zu begeben. Bei ungewohnt schlechter Sicht, hohen Temperaturen und erschwerter Kommunikation war zu erleben, wie es vielleicht bei einem Ernsteinsatz sein könnte. Obwohl dabei so einiges natürlich nicht klappte, da wir (Rekruten) das so noch nie geübt hatten und damit ziemlich ins heiße Haus geworfen worden waren, konnte ich dabei viel lernen und es war sehr spannend, das Haus abzusuchen und sich mit dem Feuerschild gegen die plötzlich aufflammenden Brandherde zu behaupten. Die Einsatzbesprechung bestätigte, was wir alle schon wussten, nämlich, dass so einiges schief gegangen war. Dies störte mich aber überhaupt nicht, da ich so auch gesehen hatte, was man verbessern konnte und ich trotzdem das Gefühl hatte, schon viel gelernt zu haben.

So war es dann auch schon so weit, dass wir uns an die große Einsatzübung wagen konnten, welche wieder draußen auf dem großen Übungsplatz stattfand. Wieder als Rohrführer konnte ich verschiedene Feuer löschen, andere kühlen, und als der eine Brandherd gelöscht war und unmittelbar gerade mal nichts zu löschen war, beobachten, wie ein Trupp mit Schaum gerade einen Teppich legte, während ein anderer Trupp ein Feuer dazwischen bespritzte, so dass der schäumende Trupp gleich selbst großzügig eingeschäumt wurde. Obwohl das ja nicht ideal gelaufen war, war der Anblick doch sehr witzig und ich war selbst dann noch sehr guter Laune, als es darum ging, das viele eingesetzte Material wieder zu versorgen.

Schlussendlich war eine Dusche unbedingt nötig, da ich pflotschnass durchgeschwitzt war, und das Mittagessen hatten wir uns meiner Meinung nach alle sehr verdient. Dieses genossen wir nach einem kurzen Stadtspaziergang durch Zofingen, danach ging es über die rumpelnde Autobahn zurück ins heimische Magazin.

Christian Epple
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Es war für uns ja das erste Mal, dass wir auf einer solchen "Übungsanlage" waren. Dabei war sehr interessant, etwas über die Taktik bei den Flüssigkeitsbränden zu erfahren und dies auch gleich anzuwenden.

Beim Container habe ich sehr viel gelernt, etwa wie man bei Bränden & Rettungen in Häusern/Räumen vorgeht. Es war eine sehr spannende Erfahrung mit Atemschutz und der ganzen Ausrüstung in einem "heißen" Gebäude zu arbeiten. Die Einsatzübung war dann das eigentliche Dessert mit viel Action und das verdiente Essen zum Schluss fand ich sehr gemütlich. Insgesamt ein sehr gelungener Tag, der mir viel Spaß gemacht hat.

Simon Grossen

 
Übung Nr. 1 28.03.2011

Impressionen vom Fasnachtsfeuer 2011

Zahlreiche Besucher erfreuten sich über das gelungene Fasnachtsfeuer 2011 auf den alten Steinbruch. Das Feuer brannte dieses Jahr wunderbar und zahlreiche brennende Reedli flogen ins Tal. Die Säulizunft verwöhnte die Anwesenden mit Klöpfer und die Eremitage-Schränzer sorgten für die Fasnächtlich gute Stimmung.